Humorvolle Interventionen zielen darauf ab, die Realität anders zu gewichten. Eine neue innere Distanz hinsichtlich vieler bedrängender Situationen und Gedanken im Leben zu bekommen.

„Nichts amüsiert mich mehr, als wenn ich über mich selber lache“, sagte einst der Schriftsteller Mark Twain.

Wenn dies in der therapeutischen Arbeit gelingt, kann sich Entspannung und Gelassenheit einstellen.

Der deutsche Humortherapeut Michael Titze erklärt diesen Effekt so: „Unsere Zeit wird vom Perfektionismus beherrscht. Die Medien liefern Ideale, wie man auszusehen hat, wie man materiell dastehen muss, was man zu leisten hat“. Es sei kein Wunder, dass manche sich diesen Idealen nicht gewachsen fühlten und verzweifelten. Humor kann helfen, einen Einstellungswandel herbeizuführen.

Humorarbeit in der Psychotherapie bedingt ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen, Sorgfalt und Wertschätzung gegenüber dem Klienten.

Der berühmte amerikanische Humortherapeut Frank Farrelly soll dazu gesagt haben: „Bevor du in der Psychotherapie eine paradoxe Intervention machst, solltest du dich an den sonnigsten Platz in dir selbst zurückziehen“. Warmherzigkeit, Menschenliebe und Respekt sind für mich unabdingbare Voraussetzungen für gemeinsames Lachen in der Therapie.

Nicht jeder Mensch hat den gleichen Humor. Darum bin ich als Therapeutin verpflichtet, einen Menschen zuerst gut kennen zu lernen. Niemand soll sich ausgelacht fühlen. Wenn sich durch gemeinsames Lachen aber eine innere Leichtigkeit einstellt, ist Humor ein wunderbares Mittel, entspannt und fröhlich zu sein.

So bekommst Du eine ganz andere Sicht auf Krisen und Probleme!

Trau Dich, Rote Nasen habe ich immer genug auf Vorrat!